Die Indianer von Nord- Mittel- und Südamerika
Indianer: Lebensweise, Sitten, Bräuche, Geschichte, Sprachfamilien, Stämme, Häuptlinge, Hochkulturen



Das Kulturareal Subarktis - Die Indianer der Subarktis


Lebensweise Die Wälder und Tundren Alaskas und Kanadas wurden von Indianerstämmen bevölkert, die im Westen zu den Athapasken und im Osten zu den Algonkin gehören. Sie werden oft «subarktische Jäger» oder auch als «Karibu-Jäger» bezeichnet.

In den Wäldern und Tundren Alaskas und Kanadas waren die Cree, die Chippewa, die Kutchin, die Micmac, Montagnais, und die Naskapi beheimatet.

Neben dem Karibu als bevorzugtes Wild wurden Elche, Hirsche und Moschusochsen gejagt. Als Jagdwaffen wurde Pfeil und Bogen benutzt oder sie trieben die Tiere in kollektiver Jagd in trichterförmig zulaufende Hürden. Pelztiere und Kleinwild fing man in Fallen und Netzen. Da Alaska und Kanada viele Seen und Flüsse besitzen, gab es Rindenzelt in Form eines Tipis der Micmac reichlich die Gelegenheit zum Fischfang, der mit Angeln, Speeren und Netzen - oftmals vom Kanu aus - und Fischwehren betrieben wurde.

Flüsse und Seen dienten gleichzeitig als Verkehrswege, die mit Kanus aus Birken-, Tannen- und Kiefernrinde befahren wurden. Für den Transport im Winter diente der kufenlose Toboggan (Schlitten) und Rahmenschneeschuhe erleichterten den Indianern die Fortbewegung im Schnee. Bei Transporten über Land dienten auch die Hunde als Lasttiere. Da häufig die Wohnplätze gewechselt wurden, errichtete man kugelförmige, dem Tipi der Prärie-Indianer ähnliche Stangenzelte und kuppelförmige Hütten.

Die Algonkins errichteten Wigwams, die man mit Rinde, Fellen oder geflochtenen Matten bedeckte.

Die Töpferei war unbekannt. Beutel und Behälter wurden aus Fell bzw. Birken- und Fichtenrinde hergestellt. Löffel und Schüsseln wurden aus Holz geschnitzt. Die Korbflechterei in Spiralwulsttechnik blieb auf wenige Gebiete beschränkt. In Gebieten, in denen die Indianer gediegen Kupfer fanden, fertigten sie durch kaltes Hämmern Messer, Beilklingen und Pfeilspitzen an.

Als Kleidung trugen die Indianer vorn und hinten in einem Latz auslaufende, fransenbesetzte Lederhemden und Beinkleider, die zusammen mit den Mokassins aus einem Stück hergestellt waren. Die Kleidungsstücke zeigten geometrische Muster aus buntgefärbten Stachelschweinsborsten. Das Material der Kleidung war meist Hirschleder.

Stammeshäuptlinge gab es meist nicht. Die ökonomische und soziale Einheit bildete die auf blutsverwandtschaftlicher Basis zusammengesetzte Jagdgesellschaft.





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