Webseite  empfehlen  |  Zu  Favoriten  hinzufügen
Die
Indianer
Nordamerikas
 
Sie sind hier:  
Häuptlinge - nach Stämmen sortiert


 

Tenskwatawa, Prophet, Seher, Schamane der Shawnee


Tenskwatawa Der auf dem rechten Auge blinde Tenskwatawa war berühmter Schamane der Shawnee und der jüngere Zwillingsbruder von Tecumseh. Tecumseh bereiste nach der verlorenen Schlacht bei Fallen Timbers die Algonkin-Stämme, um diese für einen Indianerstaat zu überzeugen, währenddes sein Bruder Tenskwatawa verkündete, dass er der Überbringer einer Offenbarung von Manitou sei. Er wäre außerdem während seiner Visionen in der Geisterwelt gewesen und hätte die Vergangenheit und Zukunft gesehen. Er hätte Not und Glückseligkeit kennengelernt und erfahren, dass das Feuerwasser der Weißen bei den Göttern verflucht sei und jeder Indianer wenn er nicht vom Fusel ablassen würde mit Feuer gequält würde. Weiterhin behauptete Tenskwatawa, dass Manitou auch die Kleidung und das andere wertlose Zeug der Weißen verbot. Da Tenskwatawa als Schamane die Zukunft voraussagen konnte, wurde er bald von den Stämmen als «Prophet» bezeichnet. Ferner versprach er, dass bald die Zeit des Kampfes kommen würde und er die überirdischen Mächte bitten wolle, dass sie die Kugeln der Weißen unschädlich machen sollen.

Beide Indianerführer - Tecumseh und Tenskwatawa - ließen am Tippecanoe River ein großes Indianerlager errichten, bei dem immer mehr verbündete Stämme eintrafen. Auch General Harrison war nicht untätig und so entstand ein Camp von 800 Soldaten nahe dem indianischen Dorf. Bevor Tecumseh nach Süden und Detroit reiste, warnte er ausdrücklich seinen Bruder vor einem Angriff. Er solle bis zu seiner Rückkehr warten. Harrison forderte allerdings die Indianer zum Kampf heraus. Tenskwatawa übernahm die Führung von etwa 4.000 Kriegern, die auf das Zeichen des Angriffes warteten. In einer Herbstnacht des Jahres 1811 rief Tenskwatawa - der mächtige Prophet - die Krieger zum Kampf gegen die verhaßten Weißen auf. Er prophezeite, dass Manitou vom Himmel steigen würde, um seinen Kindern zu helfen. Tenskwatawa veranstaltete danach ein mächtiges Feuerwerk mit Raketen, bengalischen Lichtern und Leuchtkugeln, welches er sich von englischen Händeln besorgt hatte, sodaß die abergläubigen Krieger dachten, Manitou würde vom Himmel zur Erde fahren.

Am darauffolgenden Morgen - der 07. November 1811 - ließ Tenskwatawa angreifen. Die meisten Indianer vollführten noch Tänze nach dem Klang der Trommeln, während etwa 500 Krieger das befestigte Camp der Weißen anschlichen. Kurz vor dem Wecken bemerkte ein Posten die Indianer, aber bevor er Alarm schlagen konnte, begann der Angriff. Über zwei Stunden verteidigten sich die Soldaten bevor sie zum Gegenangriff mit der Kavallerie und Infanterie übergehen konnten. Tenskwatawa beschwor während des Kampfes die Geister. Als die Indianer zum Rückweichen gezwungen waren, brachte sich Tenskwatawa in Sicherheit. Harrison rückte mit seinen Soldaten in das verlassene Kriegslager am Tippecanoe Creek vor und ließ es zerstören.

Nach der Niederlage bei Tippecanoe hatte Tenskwatawa allen Einfluß, Achtung sowie Glaubwürdigkeit eingebüßt.
 
MEHR INFOS ZUM THEMA


Bücher zum Thema

CDs zum Thema

DVDs zum Thema



Copyright © - All rights reserved
Counter
Pagerank erhoehen

Werbung