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Die Tierradentro-Kultur
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Im mittleren Teil der Anden - genauer gesagt im Westen des heutigen Landes Kolumbien -
entwickelte sich eine Kultur deren Name nicht bekannt ist. Man nennt sie Tierradentro
was so viel wie «Land in der Mitte» bedeutet. Die Bezeichnung/Benennung kommt aus
dem Spanischen.
Geographisch gelegen liegt das Areal der Tierradentro-Kultur zwischen den kolumbianischen
Städten Neiva und Popayán. Keine Standbilder wie etwa die San-Agustin-Kultur oder
halb unterirdische Tempel hinterließen die Menschen der Tierradentro-Kultur, sondern
ungewöhnliche Schachtgräber. Um in die tief gelegenen Grabkammer zu gelangen,
muß man durch einen senkrechten Schacht klettern.
Im Laufe ihrer Entwicklung gestalteten die menschen der Tierradentro-Kultur die Grabkammern
immer länger und breiter. Die Wände dekorierten sie mit schwarzroter Malereien.
Damit die Decke nicht einstürzt, stehen starke Pfeiler in den Grabkammern. Gefunden
wurden keine Gräber, auch keine Sargophage, jedoch bis zu Hundert Urnen mit geometrischen
Mustern befinden sich in jedem Grab.
Eine goldene Maske, prachtvoll gefertigt, fand man in einem der Schachtgräber. Das ist
wohl der älteste Goldfund kolumbischer Indianer. Mit der Tierradentro-Kultur begann in
Südamerika die Ära der sogenannten Goldvölker. | |
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