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Washakie, Häuptling der Shoshoni |
Washakie war Oberhäuptling der Shoshoni, der in seiner Jugend an den Kämpfen
gegen die Arapaho, Blackfoot, Cheyenne und Sioux teilnahm. Er war auch bei den
Raubzügen gegen ihre Nachbarn beteiligt. Washakie lebte von 1804 bis zum 21.
Februar 1900. Seine enormen Fähigkeiten wurden von seinen Stammesgenossen
geschätzt. Von seinen Feinden wurde Washakie gefürchtet. In den fünfziger
Jahren des 19. Jahrhunderts war er der Führer von 1.000 berittenen und gut
bewaffneten Kriegern und konnte sich mit diesem Heer gegen seine Feinde behaupten.
1851 kam es bei Fort Laramie zu einem großen Indianertreffen. Hierbei warf ein
Krieger der Teton Washakie vor, er hätte seinen Vater getötet und wollte
Washakie von seinem Pferd aus mit einem gut gezielten Pfeil töten. Washakie ritt
dem Teton mit Gewehr im Anschlag entgegen. Doch bevor der Teton den Waffenstillstand
brechen konnte, wurde er von einem französischen Dolmetscher vom Pferd gerissen.
Als sich die verbündeten Stämme der Sioux, Arapaho und Cheyenne gegen die
Vereinigten Staaten in den Krieg ziehen wollten, verbündete sich Washakie mit den
Weißen. Washakie bewahrte im Crook-Feldzug im sogenannten Sitting Bull Krieg in
den siebziger Jahren des 19. Jahrhunderts zusammen mit Plenty Coups und dessen Crow,
die die Freunde der Shoshoni waren, die Soldaten vor einer verlustreichen Niederlage.
Wegen seiner Treue zur US-Armee erhielt Washakie ein Offizierspatent und wurde gerne
als Scout angeworben. Als im Jahre 1869 Washakie wegen seines Alters als Anführer
abgesetzt werden sollte, ritt er aus dem Lager und kam erst zwei Monate später mit
sieben Skalpen zum Zeltdorf zurück. Da in seiner Abwesenheit kein anderer Krieger
größere Taten als Nachfolger vollbracht hatte, blieb Washakie der
Anführer der Shoshoni.
Trotz des Bündnisses mit den Weißen gab es immer wieder Schwierigkeiten was
das Stammesgebiet anbelangte. Washakie war sehr geschickt was Verhandlungen anging, er
mußte jedoch einsehen, dass der Weg in eine Reservation nicht an ihm und seines
Stammesangehörigen vorbeiführte. Washakie war sehr sprachbegabt und beherrschte
Englisch und Französich fast perfekt.
Als Washakie starb, wurde er mit militärischen Ehren auf dem Friehof des nach ihm
benannten Forts beigesetzt. Sein Grabstein trägt die Inschrift: »Er hielt der
Regierung und seinen weißen Brüdern stets die Treue«. |
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