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Die
Indianer
Nordamerikas
 
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Einführung


 

"Winnetou", "Der letzte Mohikaner" ..., Film-Darsteller


Indianer-Romanhelden


Der letzte Mohikaner

 
England und Frankreich kämpften im 18. Jahrhundert um die Weltherrschaft. Ein Schauplatz spielte dabei im Nordosten von Nordamerika. James Fenimore Cooper (1789 - 1851) läßt sich durch diesen Konflikt inspirieren und schreibt seinen berühmtesten Band der Lederstrumpf-Romane «Der letzte Mohikaner». Aber wieviel Wahrheit steckt in diesem Band?

Keiner der beiden Mächte hatte Interesse das Land den Indianern zu überlassen, auf beiden Seiten werden sie aber gebraucht, um zu siegen. Für fast jeden Preis versuchen Frankreich und England die Indianer als Verbündete zu gewinnen - die auf jeden Fall die Verlierer des Krieges sein werden.

Im Jahre 1757 scheinen die Franzosen auf der Siegerstraße zu sein. Cooper beschreibt den Kampf um Fort Willian Henry als einen Höhepunkt dieses Werkes. Am 3. August 1757 greifen die Franzosen und ihre verbündeten Indianerstämme an, sieben Tage später - am 10. August 1757 - verlassen die besiegten Briten das Fort. Die abziehenden Truppen werden von den Indianern überfallen. Dieses Ereignis geht als Massaker von Fort William Henry in die amerikanische Geschichte ein. 1.000 bis 1.500 Männer, Frauen und Kinder sollen dabei ihr Leben gelassen haben. Historiker schätzen die wirkliche Zahl der Opfer auf höchstens 184 Getötete und Skalpierte ein.

Die Indianer werden im Werk von Cooper als blutrünstig, barbarisch, aber auch als treu, verschlagen wie auch als edle Wilde dargestellt.

Etwa 70 Jahre später schreibt Cooper über dieses Ereignis. Manche Stämme sind bereits ausgerottet. Einzelne Episoden sowie Namen sind schon längst vergessen, weshalb der Schriftsteller die Geschehnisse wahllos aneinanderreihen kann. Die Huronen sind versprengte Flüchtlinge und nicht wie im Buch die Herren der nordöstlichen Wälder. Diese Bezeichnung könnten die Fünf Nationen erhalten - doch in Coopers Werk kommen sie gar nicht vor.

Uncas (1605 - 1682) lebte tatsächlich, aber nicht in Connecticut, sondern in New York und nicht im Jahre 1750. Er war auch kein Mohikaner - im Englischen Mahican - er war Mohegan. Auch wenn sich die Geschichte etwas anders zugetragen hat, so hat James Fenimore Cooper mit seinem Werk den beteiligen Stämmen und Personen ein Denkmal gesetzt.

Chingachcook war auch nicht der letzte seines Stammes - etwa 500 Stammesangehörige waren es noch. In damaliger Zeit - also um 1757 - lebten, die nicht in Kriegen und durch Pocken verstorbenen Mohikaner bereits in kleineren Reservationen. Heute gibt es erfreulicher Weise etwa 1.500 Personen dieses berühmten Stammes.


Winnetou


Das Wort «Winnetou» ist wahrscheinlich von dem Shoshoni-Wort Wintu = der Mensch abgeleitet. Die berühmte Gestalt - die indianische Heldenfigur - ist eine fiktive Gestalt aus dem gleichnamigen vierteiligen Roman «Winnetou» und aus weiteren Werken von Karl May. Er ist Häuptling der Mescalero-Apachen, der mit seinen Freunden gegen weiße Schurken kämpft und damit für Ordnung und Frieden im Wilden Westen sorgt. Winnetou verkörpert mit seiner Silberbüchse auf seinem Pferd Iltschi die besten indianischen Tugenden, wie beispielsweise Treue, Tapferkeit und Redlichkeit. Historisches Vorbild könnte der Chiricahua-Häuptling Cochise gewesen sein.



Hauptdarsteller in Indianerfilmen


Pierre Brice

 
Pierre Brice wird am 6. Februar 1929 als zweites Kind einer altadligen Familie in Brest (Frankreich) geboren. Er wird von seinen Eltern auf den Namen Pierre Louis le Bris Pierre Brice als Winnetou getauft. Sein Vater ist Marineoffizier, seine Mutter ist Hausfrau, die ihn und seine Schwester Yvonne religiös erzieht. Als Pierre Brice, wie er sich später nennt, elf Jahre alt ist, marschieren die Nazis in Frankreich ein. Der Vater kämpft als Widerstandskämpfer in der Rsistance. Die Mutter flieht mit beiden Kindern in das Dorf Lesneven, wo sie bei der Tante Unterkunft finden.

Nach dem Krieg geht Pierre zum Militär. Zwei Jahre ist er in Algerien. Er erhält die Ausbildung als Taucher und wird Fallschirmjäger. Vier Jahre kämpft er in Vietnam, bevor er 1951 nach Frankreich zurückkehrt. Drei Tapferkeitsmedaillen bringt er mit nach Hause. Die Erfahrungen während seines Lebens als Soldat prägen sein weiteres Leben.

Sein Berufswunsch ist Schauspieler, doch sein Vater möchte, dass sein Sohn einen «anständigen» Beruf erlernen soll. Pierre setzt sich gegen die Eltern durch. Er nimmt Schauspielunterricht bei dem russischen Schauspieler Gregory Chmara. Engagements bleiben aus, so dass er Schreibmaschinen verkauft, als Model für Werbung und Fotoromane sein Geld verdient und alsbald sich der Artistengruppe "Trio Gansser" als akrobatischer Tänzer anschließt.

Ab 1954 bekommt er endlich Filmrollen. Er spielt in «Harte Fäuste - heißes Blut» mit. Dreht mit Michèle Morgan, spielt im Theater Leo Tolstoi und Victor Hugo. Seine Filmangebote kommen vor allem aus Spanien und Italien. 1962 wird der spanische Film «Los Atracadores» auf der Berlinale in Berlin präsentiert, weshalb Pierre Brice erstmals nach Deutschland kommt.

Das Drehbuch für «Der Schatz im Silbersee» ist gerade fertig. Lex Barker soll die Rolle des «Old Shatterhand» übernehmen und hatte auch schon zugesagt. Nur der Hauptdarsteller für den Häuptling «Winnetou» fehlt noch. Als der Produzent Horst Wendlandt Pierre Brice sah, wußte er sofort, dass er der Richtige für diese Rolle wäre. Als Wendlandts Entschluß feststand, war Pierre Brice längst abgereist. Nun spielt der Zufall eine Rolle. Wendlandt kam über eine Agentin an die Managerin von Brice und unterbreitete ihr das Angebot aus Deutschland. Pierre war skeptisch, weshalb er sich die französische Winnetou-Ausgabe besorgte und das Buch las. Er war von der Rolle so begeistert, dass 14 Tage später die Dreharbeiten in Jugoslawien beginnen konnten. Als Winnetou im dritten Teil starb, kam es Deutschland zu einer Protestwelle. Sie ebbte erst wieder ab als der Regisseur weitere Winnetou-Filme versprach.

In elf Filmen - von 1962 bis 1968 - spielte Pierre Brice den Apachen-Häuptling. Diese Rolle machte den Schauspieler zum Mega-Star. Zahlreiche Auszeichnungen folgten, wie fünf Bambis, die Goldene Kamera... Auch als Sänger versucht sich Pierre Brice. Dabei bringt er es auf den dritten Platz der BRAVO-Musikbox. Mehrere Schallplatten und CDs folgen. Nach den Winnetou-Verfilmungen versucht es der Schauspieler mit anderen Rollen, jedoch kommt er beim Publikum nicht recht damit an. Ab 1976 spielt er für zehn Jahre auf der Naturbühne Elspe im Sauerland den Winnetou und sorgt dort für Zuschauerrekorde.

Für den WDR wird in Mexiko 1979 die Serie «Mein Freund Winnetou» gedreht. Dabei handelt es sich nicht um die Romane von Karl May, sondern um Geschichten, die das reale Bild der Indianer zeigen sollen.

Pierre Brice heiratet 1981 Hella Krekel. Eine im selben Jahr geplante Winnetou-Tournee scheitert, da der Veranstalter Geld veruntreut und die Tournee vorzeitig abgebrochen wird. In Bad Segeberg spielte der Schauspieler von 1988 bis 1991 die Rolle des Winnetous. Die Bücher der Aufführung schrieb er selbst. Nach dem Stück «Winnetous letzter Kampf» 1990 wollte Brice seinen Abschied nehmen, doch das Publikum brache dem Schauspieler und Buchautor so viel Sympathie entgegen, dass Pierre Brice ein Jahr anhängte und das Stück «Winnetou - Das Vermächtnis» aufführen ließ. Am Premierenabend 1990 erhielt Brice von Winnebago-Indianern, die extra aus Nebraska angereist waren, als Auszeichnung den Namen «Rainbow-Man».

1992 erhält Pierre Brice das Bundesverdienstkreuz für die Darstellung des Winnetou. Fünf Jahre später - 1997 - spielt der Schauspieler im ZDF-Zweiteiler «Winnetous Rückkehr» erneut den Winnetou. Wiederum zwei Jahre danach inszeniert er als Regisseur bei den Karl-May-Festspielen in Bad Segeberg das Stück «Halbblut».

Neben seiner Arbeit als Schauspieler engagiert sich Pierre Brice immer wieder für Menschenrechte und Kinder in Not. 1995 begleitet er einen Hilfskonvoi nach Bosnien. Als UNICEF-Botschafter reist er nach Kambodscha und besucht Kinder, die Opfer von Landminen wurden. Für sein Engagement wird Pierre Brice 2000 mit dem Thomas-Morus-Preis geehrt.

Heute lebt der Schauspieler und Autor mit seiner Frau Hella auf einem Landsitz nahe Paris, wo er Pferde züchtet und Schafe, Hunde ... besitzt. Seine Autobiografie erschien am 20. September 2004.

Seine Filme (Auswahl)
Winnetou I - III
Unter Geiern
Der Schatz im Silbersee
Der Ölprinz
Winnetou und das Halbblut Apanatschi
Winnetou und sein Freund Old Firehand
Winnetou im Tal der Toten


Gojko Mitic

 
Gojko Mitic wurde am 13. Juni 1940 im serbischen Leskovac als Sohn des Landwirts Zivojin Mitic und dessen Frau Timka geboren. Sein Vater nahm am Partisanenkampf teil, weshalb Gojko bei seinen Großeltern aufwächst. Als Fremdsprache erhält er während der Schulzeit Deutsch-Unterricht. Im Anschluß absolviert er in Belgrad das Studium zum Sportlehrer.

Bei Dreharbeiten zu internationalen Filmproduktionen in Jugoslawien werden Komparsen unter den Studenten der Belgrader Sporthochschule gesucht. Mitic kommt auf diese Weise zum Film. Er übernimmt ab 1961 die Arbeiten als Double und Stuntman in britischen und italienischen Produktionen. Zwei Jahr später spielt eine kleine Rolle bei einem Karl May-Film.

Bei dem Film «Unter Geiern& erhält er erstmals eine größere Filmrolle. Für «Die Söhne der Großen Bärin», der 1965 erscheint, wird er von der DEFA für die Hauptrolle ausgesucht. Damit beginnt seine Karriere bei der DEFA und Jahr für Jahr kommt bis 1975 ein neuer Indianerfilm in die Kinos. Immer verkörpert Mitic einen edlen und mutigen Indianerhäuptling - einen Helden. Auch in diesen Filmen übernimmt er selbst die Action-Szenen. Seine Stimme wird aus dem Grund heraus, das sein Akzent die Indianer diskrimieren könnte, synchronisiert. Gojko Mitic wird ein anerkannter DDR-Schauspieler, dessen Popularität beim Publikum weiter zunimmt. Die Indianer-Rollen bringen ihm eine riesige Fan-Gemeinde. Mit den Rollen als Osceola, Tecumseh und Ulzana verkörpert er historische Figuren aus der Indianer-Geschichte. In der Presse werden seine Leistungen gewürdigt.

Trotz alledem versucht Mitic mit dem Science-fiction-Film «Signale - Ein Weltraumabenteuer», Spartacus (1975), D'Artagnan und Rinaldo Rinaldini (1984) aus dem Klischee des «DEFA-Chefindianers» auszubrechen. Mitic führt aber auch in dieser Zeit Regie und schreibt für einige Filme die Drehbücher.

Nach der Wende muß sich der Schauspieler zunächst mit kleinen Rollen zufriedengeben. Seit 1992 spielt er bei den Karl-May-Festspielen in Bad Segeberg den Winnetou. Hier konnte er sein schauspielerisches wie auch artistisches Könnens beim Publikum erneut unter Beweis stellen.

In der ARD-Vorabend-Serie «Verbotene Liebe» spielt er mit, aber auch in einem 1995 gedrehten Fernsehfilm «Herberge für einen Frühling» hatte Gojko Mitic eine Hauptrolle neben Gudrun Landgrebe.
Gojko Mitic lebt heute in Berlin-Köpenick.

Filme des Schauspielers (Auswahl):
Die Söhne der Großen Bärin (1965)
Chingachcook - Die Große Schlange
Spur des Falken (1968)
Weiße Wölfe
Tödlicher Irrtum
Osceola
Tecumseh
Apachen
Ulzana
Der Scout



Lex Barker

 
Lex Barker wurde am 8. Mai 1919 in Rye, New York geboren.

Lex Barker ist ein Nachkomme des Gründers des Bundesstaates Rhode Island - Roger Williams - ebenso ein Nachfahre von Sir Henry Crichlow, einem General-Gouverneur Barbados.

Lex Barker als Old Shatterhand In der Schulzeit war Lex ein guter Läufer und Football-Spieler. Er war in der renomierten Phillips-Exeter Academy, ebenso besuchte er kurz die Princeton University. Diese verließ er jedoch, um eine Schauspielerausbildung zu beginnen. Sein Vater wollte ihn lieber in einer Ausbildung zum Bauingenieur sehen damit er einmal den Familienbetrieb weiterführen könne.

Der Zweite Weltkrieg unterbrach seine Ausbildung zum Schauspieler. Barker meldete sich freiwillig zur Armee und diente in Nord-Afrika und Italien. Durch eine schwere Verwundung trug Barker bis zu seinem Lebensende eine Silberplatte im Kopf. In seiner militärischen Laufbahn erreichte er den Dienstgrad eines Majors. 1945 schied er aus der US-Army aus.

Durch sein gutes Aussehen wie auch seine gute körperliche Verfassung erhielt Lex seine erste große Hauptrolle als Tarzan als Nachfolger von Johnny Weissmueller in «Tarzan und das blaue Tal» (1949). Diese Rolle machte den Schauspieler in den USA bekannt, so dass er weitere vier Tarzanfilme drehte. In den 50er Jahren folgten zahlreiche Westernrollen.

Ab 1957 wurde es schwieriger gute Rollen in Hollywood zu bekommen, weshalb Barker nach Europa ging. Hier erhielt er eine Nebenrolle in «La Dolce Vita» (1960).

Anfang der 1960er Jahre begannen die Verfilmungen von Karl May-Romanen. Lex Barker bekam die Rolle als Old Shatterhand, spiele aber auch Kara Ben Nemsi - ebenfalls Karl-May.

Barker zeigte anfangs wenig Begeisterung in deutschen Filmen mitzuspielen, da sie damals international kaum Bedeutung erlangten und wegen des geringen Budgets. Erst als seine Frau Irene Labhardt ihn zuredete, unterschrieb Barker. Auf einmal waren die Karl May-Filme in aller Munde, so dass eine regelrechte Hysterie ausbrach.

Als bester ausländischer Schauspieler erhielt er 1966 den Bambi. Barker wurde in deutschen Filmen meist synchronisiert.

Lex war fünfmal verheiratet. Seine Ehe mit Irene Labhardt bezeichnete er als einzige große Liebe seines Lebens. Sie starb 1963 an Leukämie - kurz nach den Dreharbeiten zu seinen ersten Karl-May-Film «Der Schatz im Silbersee».

Barker sprach außer Englisch, auch Deutsch, Französisch, Italienisch und Spanisch fließend - jedoch mit Akzent. Lex Barker war ein sehr belesener und gebildeter Mann war. Jedoch wurde er fast immer nach physischen Gesichtspunkten zu Rollen verpflichtet.

Lex Barker spielte auch in einigen Fernsehserien mit. Kurz nach seinem 54. Geburtstag - am 11. Mai 1973 - starb er in New York in der Lexington Avenune - auf einer öffentlichen Straße - an einem Herzanfall. Die Gravur seiner Armbanduhr identifizierte den einst beliebten Schauspieler. Er lebte zu dieser Zeit weitgehend zurückgezogen auf seinen Yachten. Als letzten Film drehte er in Spanien Aoum, ein Film, der nicht in Deutschland gezeigt wurde.

Auch Christopher Barker - sein Sohn - wurde ebenfalls Schauspieler und Sänger.

Der Komponist Martin Böttcher nahm 1965 mit Lex Barker zwei Musiktitel auf - der eine der Titel «Ich bin morgen auf dem Weg zu dir» und der andere «Mädchen in Samt und Seide». Trotz alledem dass Barker kein besonders guter Sänger war, war der zweite Titel besondere bei älteren Damen beliebt.

Filme des Schauspielers (Auswahl):
The Farmer's Daughter - Die Farmerstochter (1947)
The yellow mountain - Gold aus Nevada/Der gelbe Berg (1954)
Duel on the Mississippi - Die Intrige der Lili Scarlett (1955)
The Deerslayer - nach dem Buch Wildtöter aus den Lederstrumpf-Romanen (1957)
Der Schatz im Silbersee (1962)
Winnetou I (1963)
Old Shatterhand (1964)
Winnetou II (1964)
Der Schut (1964)
Der Schatz der Azteken (1965)
Die Pyramide des Sonnengottes (1965)
Winnetou III (1965)
Winnetou und das Halbblut Apanatschi (1966)
Winnetou und Shatterhand im Tal der Toten (1968)
 
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