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Die
Indianer
Nordamerikas
 
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Geschichte ab Kolumbus


 

Kriegerische Auseinandersetzungen zwischen Indianern und Weißen - Zeittafel


Jahr Die geschichtlichen Ereignisse im einzelnen
1622 Aufstand der Powhatan-Stämme in Virginia gegen die Engländer.
1644 - 1646 Der erneute Aufstand der Powhatan-Stämme wird schließlich niedergeschlagen.
1675 - 1676 King-Philips-Krieg: King Philip (Metacom), Oberhäuptling der Wampanoag, organisierte eine Konförderation der Stämme Neu-Englands gegen die weißen Kolonisten, um sie wieder aus dem Lande zu vertreiben. In der Entscheidungsschlacht in Rhode Island (12. August 1676) wurden die Indianer völlig aufgerieben.
1684 - 1701 Krieg zwischen den Franzosen in Kanada und der Liga der Irokesen. Nach dem Friedensschluß betreiben die Irokesen eine Neutralitätspolitik.
1692 Der Aufstand der Pueblo-Indianer unterbricht für diese Zeit die Herrschaft der Spanier in Neu-Mexiko.
1729 Die Natchez werden von den Franzosen in Louisiana vernichtet.
1754 - 1760 Kolonialkrieg zwischen England und Frankreich parallel zum Siebenjährigen Krieg in Europa, endet mit dem Sieg der Briten.
1763 - 1764 Aufstand unter Führung des Ottawa-Häuptlings Pontiac, der die Zerstörung sämtlicher befestigten englischen Posten im Gebiet der Großen Seen beabsichtigte. Detroit wurde drei Monate belagert, konnte aber nicht bezwungen werden, so daß Pontiac die Belagerung abbrechen mußte.
1776 - 1783 Unabhängigkeitskrieg der neuentstandenen USA. Die Mehrzahl der Stämme des Ostens kämpft auf Seiten der Briten.
1786 - 1794 Auch nach dem Unabhängigkeitskrieg setzen die verbündeten Stämme am Ohio (Shawnee, Miami, Delawaren, Wyandot, Cherokee) den Krieg gegen die USA fort und besiegen mehrmals Armee-Einheiten.
1790 - 1795 Kämpfe der Indianer des nordöstlichen Waldlandes (Irokesen, Maimi, Delawaren, Petawatomi, Shawnee, Wyandot, Ojibwa, Ottawa). Nach mehreren Siegen Niederlage der Indianer im Treffen am Maumee.
1811 (7. November). Niederlage der Shawnee und ihrer Nachbarn in der Schlacht bei Tippecanoe unter Führung von Tenskwatawa. Damit wurde der Plan Tecumsehs, durch eine Konförderation sämtlicher Stämme westlich und südlich der Shawnees den Ohio als Grenze gegen die Weißen zu halten, zunichte gemacht.
1812 (August - Oktober). Florida- oder Seminolen-Krieg. Noch unter spanischer Herrschaft begannen die Feindseligkeiten zwischen Seminolen und den Vereinigten Staaten.
1813 (5. Oktober). In der Schlacht am Thames-River, in der Engländer gegen Amerikaner k&ften, waren auf beiden Seiten Indianer beteiligt. Tod des Shawnee-Häuptlings Tecumseh.
1813 Aufstand der Peoria-Indianer in Illinois.
1813 - 1814 (27. Juli 1813 - 19. August 1814). Creek-Aufstand in Alabama. Er endete mit einer absoluten Niederlage der Indianer und Abtretung des größten Teiles ihres Landes an die Vereinigten Staaten. In den Gefechten verloren die Creek 2000 Krieger.
1817 - 1818 Seminolen-Krieg. Eindringen General Jacksons in Florida mit 3000 Mann. Daraufhin (1819) traten die Spanier Florida an die USA ab.
1823 Feldzug gegen die Arikara.
1827 (28. Juni - 27. September). La-Fevre-Aufstand der Winnebago.
1830 - 1840 Den Stämmen des Ostens werden Landabtretungsverträge aufgenötigt und sie in das Indian-Territory westlich des Mississippi (heutiges Kansas und Oklahoma) umgesiedelt. 4.000 Cherokees sterben unterwegs.
1831 (Juni/Juli). Erhebung der Sauk und Fox in Illinois.
1832 (April - September). Aufstand der Sauk gegen die Regierung der Vereinigten Staaten unter Führung von Black Hawk. Sauk werden umgesiedelt.
1835 - 1837 Toledo-Kämpfe oder Ohio-Michigan-Grenzstreit.
1835 - 1837 Aufstand der Creek in Alabama.
1835 - 1842 (Dezember 1835 - August 1842). Seminolen-Erhebung in Florida. Endete mit einer Umsiedlung der Seminolen. Bis 1838 wurden die Kämpfe von Osceola angeführt. Teilen der Seminolen gelingt es, sich der Aussiedlung aus Florida zu entziehen.
1836 - 1838 Erhebung der Cherokee und zwangsweise Umsiedlung ins Indianer-Territorium.
1837 Unruhen bei den Osage.
1849 - 1861 Kämpfe zwischen Cheyenne, Komantschen, Lipan und Kickapoo in Texas.
1850 (28. April - 13. September). Pitt-River-Expedition in Kalifornien.
1850 - 1886 Arizona, Aufstände der Apatschen. Von 1771 werden nacheinander in zahllosen Scharmützeln die einzelnen Apachenbanden unter Cochise, Victorio, Nana Loco und Geronimo dezimiert, bis einschließlich Geronimo, ein bedeutender Führer in diesen Kämpfen, am 03.09.1886 kapitulierte und sich nach Florida evakuieren ließ.
1851 - 1853 Kämpfe bei den Ute.
1855 - 1856 (3. April 1855 - 27. Juli 1856). Sioux-"Strafexpedition" im Nebraska-Gebiet.
1855 (11. Oktober - 24. November). "Straffeldzug" im Gebiet von Washington gegen die Yakima.
1855 - 1856 Aufstände der Arapaho und Cheyenne.
1855 - 1858 (20. Dezember 1855 - 8. Mai 1858). Seminolen-Erhebung in Florida.
1857 (März/April). Aufstände der Sioux in Minnesota und Iowa.
1858 Feldzug gegen die Indianerstämme nördlich von Washington.
1858 - 1859 "Strafexpedition" gegen die Wichita.
1858 Washington-Territorium, Yakima-Aufstand unter Kamiakin, Owhi und Qualchan. Militär-Aktionen unter Major William Jenner Steptoe gegen die Spokane, Palouse und Coeur d'Alêne-Indianer. Schlachten: Spokane Plains, Four Lakes, To-Hoto-Nim-Me; Armeeverluste: 2 Offiziere, 10 Soldaten.
1859 (11. Februar - 28. April). Colorado-Fluß-Expedition in Kalifornien.
1859 16. April - 17. August). Pecos-"Straffeldzug" in Texas.
1860 (8. Mai - 11. Oktober). "Straffeldzug" gegen die Kiowa und Komantschen im Indianer-Territorium.
1860 Nevada, Paiute-Krieg. Freiwillige unter Major William M. Ormsby schlagen die Paiute unter Numaga am Pyramide Lake vernichtend.
1861 Im Sezessionskrieg kämpfen der Hauptteil der Creek, Cherokee, Choctaw, Chickasaw auf Seiten der Südstaaten, andere Stämme auf Seiten der Union.
1862 Sioux-Aufstand in Minnesota unter Little Crow. Massaker von Neu-Ulm, Schlacht am Wood Lake unter Col. H. H. Sibley (Fort Ridgely), Armeeverluste 113 Mann.
1862 - 1867 Sioux-Aufstand in Minnesota und Dakota. Auf beiden Seiten waren etwa 1000 Tote zu beklagen.
1863 - 1864 New Mexico, Navaho-Krieg. Colonel Kit Carson besiegt die Navahos in der Schlacht am Canyon de Chelly. Danach werden die Besiegten in die Bosque Redondo Reservation verwiesen.
1863 - 1869 Kämpfe der Cheyenne, Arapaho, Kiowa und Komantschen in Kansas, Nebraska, Colorado und im Indianer-Territorium.
1864 New Mexico, Kriegszug gegen die Cheyennes, Comanchen und Kiowas unter Col. Kit Carson. 1. Schlacht bei Adobe Walls; Armeeverluste: 2 Soldaten.
1864 Colorado, Kriegszug gegen die Cheyennes unter Black Kettle und White Antelope. Col. J. M. Chivington zerstört im Sand Creek Massaker zwei Indianerdörfer und tötet ihre Bewohner.
1864 - 1869 Sioux-Krieg unter Oberleitung von Red Cloud. Am 20.07.1965 Schlacht am Crazy Woman Creek (Wyoming), im August 1865 Überfall auf die Sawyer-Truppe (Wyoming), 29.08.1865 Schlacht am Tongue River (Wyoming), 21.12.1866 Fetterman Massaker (Wyoming), 02.08.1867 Wagenkasten-Schlacht (Wyoming), 01.08.1867 Hayfield-Schlacht (Montana); Armeeverluste 154 Mann.
1865 Wyoming, Platte Bridge-Schlacht, Cheyennes unter Roman Nose vernichten eine Armee-Eskorte unter Lieutenant Caspar Collins bis auf den letzten Mann. Zwischen 12.08. bis 15.10.1965 wurden von den Cheyennes als Rache für das Sand Creek Massaker 108 Zivilisten ermordet.
1865 - 1868 Erhebungen im südlichen Oregon und Idaho sowie im nördlichen Kalifornien und Nevada.
1867 - 1881 Feldzug gegen die Lipan, Kiowa, Kickapoo und Komantschen.
1868 Beecher Island-Schlacht am Arickaree-River. Major George A. Forsyth wird mit 50 Scouts auf einer Flußinsel von nördl. und südl. Cheyennes unter Pawnee Killer, Tall Bull, White Horse, Roman Nose belagert; Armeeverluste: 23 Tote.
1868 Oklahoma, die 7. Kavallerie überfällt am Washita ein großes Cheyenne-Zeltdorf und tötet 101 Cheyennes, einschließlich Frauen und Kinder; Armeeverluste: 1 Offizier, 19 Soldaten.
1868 Kansas, Schlacht bei Summit Springs. General Eugène A. Carr's-Strafexpedition (5. Kompanie der 5. Kavallerie und 150 Pawnee-Scouts unter Major Frank North und Captain Luther North) überfallen Dog Soldier-Dorf der Cheyennes und zerstören es.
1872 Texas, Colonel Ronald S. McKenzie schlägt am McClellan Creek die Quahadi-Comanchen und zerstört ihr Zeltdorf.
1872 - 1873 Oregon, Modoc-Krieg. Truppen unter General E. R. S. Canby vernichten die Modocs unter Captain Jack in der letzten Entscheidungsschlacht an den Lava Beds. Armeeverluste: 23 Tote.
1874 Zweite Schlacht bei Adobe Walls (Neu Mexico). Büffeljäger aus Dodge City wehren Attacke von Comanchen unter Quannah Parker, Kiowas unter Lone Wolf, Woman Heart und Kicking Bird sowie Cheyennes unter Stone Calf und White Shield erfolgreich ab.
1874 Texas, Truppen unter Colonel Ronald S. McKenzie besiegen in der Schlacht im Palo Duro Canyon die vereinigten Comanchen, Kiowas, Arapahoes und Cheyennes, die danach in Reservation eingewiesen werden.
1874 (13. Februar - 19. August). "Strafexpedition" gegen die Sioux in Wyoming und Nebraska.
1874 - 1875 (1. August 1874 - 16. Februar 1875). Feldzug gegen die Kiowa, Cheyenne und Komantschen im Indianer-Territorium.
1875 (7. - 22. September). Feldzug gegen die Indianer im östlichen Nevada.
1875 - 1877 Montana, Sioux-Krieg. Am 16.03.1876 General Joseph J. Reynold wird bei einem Überfall auf Sioux-Dörfer am Powder-River abgewiesen; Armeeverluste: 4 Tote.
17.06.1876 General George Crook wird mit 1.300 Soldaten von 2.000 Sioux unter Crazy Horse am weiteren Vormarsch ins Siouxgebiet gehindert. Am Rosebud River entbrennt eine Schlacht und General Crook muß sich zurückziehen; Armeeverluste: 8 Tote.
1876 - 1877 Die Yellowstone-Expedition nach Wyoming führte zur Schlacht am Little Bighorn, Montana (25. Juni 1876), und endete mit einer vollständigen Niederlage und Aufreibung der amerikanischen Truppen unter General G. A. Custer durch die verbündeten Sioux unter Sitting Bull und Crazy Horse. Die 7. Kavallerie wurde innerhalb von 55 Minuten bis auf den letzten Mann aufgerieben; Armeeverluste: 11 Offiziere, 214 Soldaten. Gesamtverluste der Aktion: 246 Tote.
1876 - 1879 Krieg der nördlichen Cheyenne und Sioux im Indianer-Territorium, in Kansas, Wyoming, Dakota, Nebraska und Montana.
17.07.1876: General Wesley Merrit jagd Cheyennes in die Reservation zurück.
19.07.1876: Lieutenant Frederich S. Sibley jagd Cheyennes und tötet ihren Anführer White Antilope.
08.09.1876: Captain Anson Mills findet das Versteck des Siouxhäuptlings American Horse bei Slim Buttes. General Crook umzingelt das Zeltdorf und zwingt die Sioux zur Kapitulation; Armeeverluste: 2 Tote.
18.10.1876: General Nelson A. Miles jagt die Sioux unter Sitting Bull in die Bad Lands. von wo aus sie nach Kanada fliehen können.
24.11.1876: Schlacht am Crazy Woman Creek. Colonel Ronald S. McKenzie stellt und vernichtet geflohene Reservations-Cheyennes unter Little Wolf, Dull Knife und Yellow Nose.
03.01.1877: McKenzie jagt die Sioux unter Crazy Horse und schlägt sie am Tongue River.
05.01.1877: erneute Schlacht mit Crazy Horse.
08.01.1877: Crazy Horse überfällt McKenzie's Camp am Wolf Mountain.
01.02.1877: Big Leggins Brughiere kapituliert.
22.04.1877: Two Moons und Little Chief kapitulieren mit 300 überlebenden Cheyennes.
26.04.1877: Crazy Horse kapituliert mit 2.000 Sioux.
02.05.1877: Nach kurzem Scharmützel kapituliert Lame Deer mit seinen Minneconjou-Sioux.
30.09.1878: Der aus der Cheyenne-Reservation in Oklahoma mit seiner Bande geflohene Cheyenne-Häuptling Little Wolf wird am Sappa Creek zusammengeschossen; Armeeverluste: 2 Tote.
21.01.1879: Dull Knife wird mit den letzten Cheyennes im Artilleriefeuer bei Hat Creek Bluffs zusammengeschossen.
1877 - 1879 Oregon, Nez Percé-Krieg. Nach vielen Scharmützeln und Schlachten am Big Hole und Camas Meadows zwingt General O. O. Howard den Häuptling der Nez Percé, Joseph, zur Kapitulation; Armeeverluste: 24 Tote.
1878 - 1879 Washington, General O. O. Howard besiegt die Bannacks unter Buffalo Horn; Armeeverluste: 9 Tote.
1879 Colorado, Paiute- und Ute-Krieg. Nach Schlachten im red Canyon und am Milk Creek werden die aufständigen Utes unter Ouray in neue Reservation verwiesen, ihre Häuptlinge Persune, Douglas, Johnson, Ahu-u-tu-pu-wit, Colorow und Matagoras ins Staatsgefängnis Leavenworth eingesperrt.
1890 - 1892 Geistertanz-Bewegung und Erhebung der Sioux in Dakota. In ihrem Verlauf erfolgt der Tod Sitting Bulls (15. Oktober 1890) und das Massaker am Wounded Knee (29. Dezember 1890). Colonel E. V. Sumner und Major S. M. Whitside umzingelte mit Truppen der 7. und 8. Kavallerie die letzten freien Sioux unter Big Foot und machten die unbewaffneten nieder: 84 Männer und Knaben, 44 Frauen und 16 Kleinkinder; Armeeverluste durch eigene Gewehre 31 Tote; auch Krähenindianer.

Indianische Kriegsstatistik im 20. Jahrhundert

1917 - 1918 Im 1. Weltkrieg kämpfen über zwölftausend Indianer als Soldaten der US-Army.
1941 - 1945 Im 2. Weltkrieg werden etwa 25.000 Indianer in die US-Army eingezogen und nehmen an den Kämpfen teil.
1950 - 1953 Korea-Krieg: 10.000 - 15.000 Indianer leisten Kriegsdienst.
1961 - 1975 Vietnam-Krieg: 42.500 Indianer dienen.
1990 - 1991 Golfkrieg: 3.000 Indianer sind an der Operation "Wüstensturm" beteiligt.
1990 Die Mohawk von Oka (Provinz Quebec) leisten gegen die Zerstörung eines alten Friedhofs bewaffneten Widerstand und machen dadurch die Öffentlichkeit auf Landeigentumsprobleme in Kanada aufmerksam.
 
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