Die Indianer von Nord- Mittel- und Südamerika
Indianer: Lebensweise, Sitten, Bräuche, Geschichte, Sprachfamilien, Stämme, Häuptlinge, Hochkulturen




Die Indianer Mittelamerikas - Die Maya-Stadt Chichen Itzá


Chichen Itzá Die Maya-Metropole Chichen Itzá liegt 120 km östlich der Hauptstadt Mérida des Bundesstaates Yucatán.

Sie ist etliche Male gegründet (im Jahre 455* [495*] und 752* [987*]) und wieder verlassen worden (zuerst im Jahre 600* [692*] und letztmalig 1441). Die Architekturgeschichte von Chichen Itzá läßt sich in zwei Grundphasen einteilen:
in die Periode der Maya und
in die der Tolteken.


Aus der ersten Epoche sind nicht so viele Gebäude erhalten geblieben. Zu erwähnen sind Chan Chican "Rotes Haus" und Akab Dzib "Haus der Schwarzen Schrift". Nach der Ankunft der Tolteken wurde Chichen Itzá um ein neues Viertel im Norden erweitert.

Hier sind auch die bedeutendsten Monumente der Stadt zu finden, die deutlich den Einfluß der Tolteken tragen. Indianische Chroniken berichten, dass sich Ende des ersten Jahrtausends der aus Tula vertriebene und als Gottheit verehrte Toltekenherrscher Chichen Itzá Quetzalcoatl mit einigen Getreuen hier - an einen heiligen Ort - niederließ.

Die Maya nannten ihn Kukulkán. Daraus läßt auch die Gemeinsamkeiten in der Baukunst der Tolteken und Maya erklären. Es kann aber auch sein das sich Künstler von Yucatán im mexikanischen Hochland niederließen.

Observatorium in Chichen Itzá Die Baukunst der Tolteken ist besonders am Castillo, der Pyramide des Kukulkán, zu erkennen. An ihr werden die Darstellungen des Regen- und Wassergottes Chac vom toltekischen Symbol der gefiederten Schlange verdrängt. Der Kriegertempel, versehen mit ausgedehnten Säulenhallen, sieht aus wie eine Kopie des Tempels des Morgensterns in Tula.

Auch alle anderen Bauwerke wirken wie eine Einheit in der Baukunst der Tolteken und Maya, wie z. B. das sogenannte Schneckenhaus, ein Rundbau, der wahrscheinlich als Observatorium diente, der Tempel der Jaguare, der im Innern Wandermalereien einer Schlacht aufweist und ein beeindruckender Platz, auf dem rituelle Ballspiele stattfanden.

Im Südteil der Grabungsstätte findet man klassische Bauformen der Maya-Architeken, wie etwa die Iglesia (Kirche) und das Nonnenkloster. Die Namen der meisten Bauten stammen von den Spaniern.

* = Die Jahreszahlen sind aus unterschiedlichen Quellen.

Chichen Itzá
1. Ausgedehnte Kolonnaden des Kriegertempels, die den Säulengängen in der toltekischen Metropole Tula nachgebildet sind.



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