Die Indianer von Nord- Mittel- und Südamerika
Indianer: Lebensweise, Sitten, Bräuche, Geschichte, Sprachfamilien, Stämme, Häuptlinge, Hochkulturen




Die Indianer Mittelamerikas - Die Maya-Stadt Copán


Stele 19 in Copán Hieroglyphentreppe in Copán Die Maya-Stadt Copán erlebte ihre Blütezeit in der vorklassischen Periode der Maya und verlor ihren Einfluß während der Klassik. Copán befindet sich in einem Tal im Motaguabecken in Honduras. Die Ausdehnung dieser Stadt war einmal 13 mal 3 Kilometer. Heute sind von ihrem Glanz nur noch Bruchstücke zu sehen. Das Tal war einst eines der schönsten Maya-Gebiete. Berühmt wurde die Stadt durch ihre Gebäude aus grünen Vulkangestein.

Yax Kuk Mo - Grüner Quetzal-Ara - gründete die Stadt im 5. Jahrhundert n. Chr. Das älteste Monument besitzt einen Aufgang mit zahlreichen Hieroglyphen. Im Osten dieser Stätte hat der Fluß Copán durch Auswaschung eine 30 Meter hohe Mauer entstehen lassen. Im Zentrum von Copán befindet sich die sogenannte Akropolis. Sie bestand aus einem Gebäudekomplex von Tempeln, Höfen und Terrassen. Erbaut wurde dieses Bauwerk von Waxaklahun Ubah K'awil - Achtzehn Kaninchen. Dieser Herrscher regierte in Copán im 13. Jahrhundert und ließ während seiner Amtszeit Steinbildnisse mit Jadekostüm, die auf seine göttliche Abstammung hinweisen sollen, errichten.

Das gesamte Stadtzentrum liegt auf einer künstlich angelegten Insel. Die Hieroglyphentreppe ist die bedeutendste Sehenswürdigkeit der Stadt. Sie wurde im 8. Jahrhundert n. Chr. errichtet, besteht aus 63 Stufen, die 2.500 Schriftzeichen aufweisen, die von der Herrscherdynastie berichten, im Nordosten der Akropolis liegt und zum 26. Tempel hinaufführt.

In nördlicher Richtung der Treppe befindet sich der aus klassischer Zeit stammende Ballspielplatz. Seine Zuschauerbänke sind mit Papageienköpfen verziert. Unter dem Ballspielplatz ist ein zweiter und unter diesem ein dritter Ballspielplatz erbaut wurden, der zur Zeit der Akropolis errichtet wurde. Auf den beiden oberen Plätzen fand man Altäre und Säulen aus dem 7. und 8. Jahrhundert n. Chr.

Waxaklahun Ubah K'awil oder Achtzehn Kaninchen wurde vom Herrscher Kawak Himmel, der Nachbarstadt Quirigua, geköpft. Rauch-Affe rückte die einstige Machtstellung der Maya-Stadt Copán nur einen Monat später wieder ins rechte Licht.



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