Die Indianer von Nord- Mittel- und Südamerika
Indianer: Lebensweise, Sitten, Bräuche, Geschichte, Sprachfamilien, Stämme, Häuptlinge, Hochkulturen




Die Indianer Mittelamerikas - Die Maya-Stadt Seibal


Stele 3 in Seibal aus der Späten Klassik 850 bis 900 n. Chr. Die Maya-Stadt Seibal liegt am Rio de la Pasión. Drei große Komplexe von etwa 1,7 Quadratkilometer Größe bilden das Zentrum dieser Metropole.

Zu Beginn der Mittleren Präklassik wurde die Stadt besiedelt. Während der Zeit der Frühen Klassik erreichte Seibal ihren Höhepunkt bevor die Stadt Mitte des 7. Jahrtausend verlassen wurde. Grund dafür waren nicht nur militärische Konflikte, sondern auch klimatische, ökologische wie auch kulturelle Faktoren.

Seibal und andere Regionen wurden gegen Ende der Spätklassik von Nicht-Maya-Kulturen von der Pazifikküste her erneut besiedelt. Dies ist auf der Stele 10 vor dem Gebäude A-3 nördlich des Südplatzes vermerkt.

Als andere Städte zwischen 830 und 889 n. Chr. aufgegeben wurden, entwickelt sich Seibal zu einem wichtigen Zentrum von überregionaler Bedeutung. Der Fremdeinfluß bringt erneut einen Aufschwung, wie Forscher vermuten.

Dies ist an verschiedenen Keramiken und an Gesichtszügen auf den Stelen zu erkennen. Die Herrscher sehen sich mit der Tradition der Klassik verwurzelt und streben 849 eine überregionale politische Bande an, so zumindest berichtet die Stele 10.

Die Stadt diente bis 930 n. Chr. als Handelszentrum und wiederum wurde die ehemalige Maya-Stadt Mitte des 10. Jahrhunderts verlassen.

Es erfolgte eine weitere Besiedlung Seibals wobei die Stadt zu einem wichtigen politischen wie auch ökonomischen Zentrum aufstieg.

Schon vor den Maya gab es am Rio de la Pasión Zivilisation, die bis vor Christi zurückreicht.



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