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Rio Xingú Der Rio Xingú (= kurz auch nur Xingú) ist einer der großen wie auch ein rechter von 200 Nebenflüssen des 6.437 Kilometer langen Amazonases.

Er entsteht durch die Vereinigung der sechs Hauptflüsse Kuluene, Kuriseú, Batovi, Ronuro, Ferro und Firmo im Norden der Mato-Grosso-Hochebene. In mehreren großen Bögen fließt er in nördliche Richtung. Er durchquert dabei die Bundesstaaten Mato Grosso und Pará und mündet schließlich bei Porto de Moz in das westliche Amazonasdelta.

Im Quellgebiet des Xingú gibt es zahlreiche Seen und ausgedehnte Sümpfe. Tiefste Wildnis wie seit Urtagen, die noch von keinem Menschen gelichtet wurde, herrscht hier. So undurchdringlich dieser Urwald ist, so unerforscht ist er an diesen Flüssen.

Wegen seiner zahlreichen Wasserfälle und Stromschnellen ist der etwa 2.100 Kilometer lange Rio Xingú kaum schiffbar. Seinen Namen erhielt der Fluß nach einen an seinem Ufern lebenden Indianerstamm - ebenso ein Nationalpark.

Porto de Moz machte 2002 Schlagzeilen. Als Widerstand der 30.000 Einwohner zählenden Hafenstadt am Rio Xingú gegen die kriminellen Machenschaften der großen Holzfirmen und illegalen Landaneigner aufflammte. Die Flußanwohner Amazoniens, die sogenannten ribeirinhos, die unmittelbar am Rande der großen wie auch kleinen Amazonas-Seitenarme leben, sind durch den Raubbau dieser Leute in ihrer Existenz bedroht. Die abgelegenen Gemeinden, die zum Teil nur aus wenigen Familien bestehen, leben vom Anbau von Maniok, Mais, Reis und Bohnen für den eigenen Verzehr und verdienen ein wenig Geld mit dem Verkauf einzelner Baumstämme. In den letzten zehn Jahren gerieten sie jedoch immer mehr unter Druck, weil das von ihnen genutzte Land knapp wurde.

An den Quellflüssen des Rio Xingú leben unter anderem die Stämme der Aueti, Cayapó, Kamayurá, Kuikuró, Mehinako, Suiá, Trumai und Waurá, die hier beschrieben werden sollen.





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